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Söderåsen/Schonen

EIN SPAZIERGANG DURCH RÖSTÅNGA
Nach
den Strapazen des Radausflugs ist uns heute ein Ruhetag gegönnt,
den wir dazu benützen, Röstånga zu erkunden. Röstånga
war vor einem Jahr in aller Munde, als der Händler des Ortes,
Harry Franzén mit Namen, das Sakrileg beging und es wagte,
Wein in seinem Laden zu verkaufen. Wie jeder Schwedenreisende weiss,
ist so etwas strengstens verboten. Das Alkoholmonopol ist ausschliesslich
den staatlichen Verkaufsläden, dem Systembolaget, vorbehalten.
Nun, es kam, wie es kommen musste, auch vor dem EU-Gericht, das
Harry Franzén angerufen hatte, wurde dem Staat recht gegeben
und Harry Franzén musste seine Weine wieder aus den Regalen
entfernen. Immerhin, ganz Schweden wusste plötzlich, wo Röstånga
zu finden ist. Ein guter Reklamegag.
Dabei hat es Röstånga eigentlich gar nicht nötig,
auf diese Art auf sich aufmerksam zu machen, denn die Natur hat
es gut gemeint mit dem Ort. Der Odensee liegt mitten im Nationalpark
Söderåsen und auch Skäralid und das Nackarpstal
sind für den Naturliebhaber ein gelungener Ausflug.
Wir
beginnen beim Touristenbüro, das hinter dem Gasthaus Röstånga
in einer schönen alten Villa, die zugleich als Jugendherberge
dient, ein paar Räume disponiert. Dort erfahren wir, wie wir
zum Odensee kommen. Gleich hinter der Tankstelle links führt
ein schöner Weg ins Tal hinein. Von diesem nehmen wir den zweiten
Weg links, der steil hinaufführt, wodurch wir den Vorteil haben,
dass wir nach etwa zwanzig Minuten auf dem gelb-weiss markierten
Weg den Odensee unter uns liegen sehen.
Ein steiler Pfad führt den Hang hinunter. Wer nicht gut bei
Fuss ist, bleibt auf dem Hauptweg und erreicht den Odensee über
den breiten Spazierweg.
Der Odensee ist nicht sehr gross, eigentlich ein Teich, aber recht
tief, an die 20 Meter. Der Überlieferung nach hat er eine unterirdische
Verbindung zum Dom in Lund.
Steil ragen die vielleicht dreissig Meter hohen Hänge rund
um den See auf, an der Nordseite ist eine Geröllhalde, sonst
ist Laubwald, vor allem Buchen, vorherrschend. Der See lässt
sich auf einem kleinen Pfad einfach in etwa zehn Minuten umrunden.
Wer will, kann auf dem Höhenzug weitermarschieren bis zum "Kopparhatten",
in 7 Kilometer Entfernung, der höchsten Erhebung des Skäralid
Hügelzugs. Laubwald bedeckt die Hänge und das tiefe Tal
von Nackarp ist eines der insektenreichsten Gebiete von Schonen.
Im Skäralidtal rinnt der Bach Skärån.
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Updated: Freitag, 14. Oktober 2011
Copyright 1999-2011 Dr. Eduard Nöstl
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