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Sehenswert

Foto: Stig Strängby

 

Wasserfall Hällingsåfallet:
Frostvikens ganzer Stolz und Nordeuropas längster Canyon. 800 m lang und 50 - 60 m tief.
Die schäumenden Wasser des Flusses Hällingså stürzen sich in weitem Bogen 43 Meter in die Tiefe und die Luft ist erfüllt von Wasserschleiern. Du stehst am Rand und schaust in die ferne Urzeit, siehst den ewigen Kampf zwischen Wasser und Stein.
Zum Wasserfall führt ein schöner breiter Spazierweg und am Wasserfall gibt es Feuerstellen und eine kleine Hütte (nicht bewirtschaftet).

Kapelle Viken:
Schön gelegen am Ufer des Sees Kvarnbergsvattnet. Erbaut 1793 und somit das erste Gotteshaus in dieser Gegend. Vierzehn Bauern aus der Gegend haben sich zusammengetan und die Kapelle erbaut. 1794 wurde der Rohbau eingeweiht dann dauerte es bis 1799 und die Kapelle entsprach den Vorstellungen der Bauern.

Doch es war nicht einfach. Was die einen Bauern am Tag errichteten, rissen andere über Nacht wieder ein. Das war kein gutes Omen. Daher beschloss man einen Baumstamm in den See zu werfen und dort, wo er an Land gespült wurde, würde man die Kapelle errichten. Auch das erwies sich als keine sehr gute Idee, denn der Baumstamm wurde in einer unzugänglichen Schlucht an Land gespült. Dennoch baute man in der Nähe und da steht die Kapelle heute noch. Enar Persson vom Weiler Jorm war Baumeister. Er baute ganz ohne Plan, nur nach Eingebung.

Kapelle Ankarede:
Erbaut 1896. Die bekannteste Kapelle von Frostviken. Schön gelegen am Zusammenlauf der Flüsse Lejarälv und Ankarälv. Restauriert 1953-54. Damals wurde auch die Kanzel eingesetzt. Alle Holzschnitzereien von Lewi Johansson. Das Altarbild wurde von Helge Lindén aus Umeå gemalt. Der Schlüssel liegt im Café Ankarede gleich nebenan.

Kapelle Sjoutnäset:
Eingeweiht 1919. Unsere grösste Kirche mit Platz für 225 Besucher. Restauriert 1934. Ausschmückungen von Paulus Jonze. Keine Wärme, daher wird sie nur einmal im Jahr verwendet, im Sommer, wenn die Sjoutnäsmesse gefeiert wird. Schlüssel gibt es Bauernhof des Ortes.

Kirche von Gäddede:
Die Kapelle von Viken war mit der Zeit etwas klein geworden und außerdem wollten die Menschen, die in den südlichen Dörfern von Frostviken wohnten, nicht so weit laufen. Wann mit dem Kirchenbau begonnen wurde ist nicht ganz sicher, man weiß auch nicht, wer eigentlich der Baumeister war. Der erste Priester war auf alle Fälle Magnus Sellberg in Föllinge, der bereits 1841 hierher gezogen war. 1933 - 34 wurde die Kirche renoviert. Ebenso 1974, da wurden neue Bänke eingesetzt.

Naturum Frostviken:
Kleines Heimatmuseum in dem Du Dir einen guten Überblick von dem machen kannst, was Dich hier in Frostviken erwartet. Und das ist einiges: Fünf Naturreservate mit dem größten Canyon Noreuropas, dem Hällingsåfall, mit der längsten Höhle Schwedens, der Korallgrotta, mit dem unterirdischen Fluss Bjurälven, der in eine Karstlandschaft eingebettet ist, dem verträumten Jougatal und dem zauberhaften Daimatal.

Heimatmuseum:
Wurde bereits 1852 vom Bauern Per Hansson erbaut. 1935 sollte der Bau eigentlich abgerissen werden, wurde aber im letzten Moment von Dr. Stenbeck gerettet. Dieser war ein guter Freund von Dr. Hummel, dem Vorsitzenden im Heimatverein von Frostviken. 1939 wurde das Heimatmuseum eingeweiht. Vor dem eigentlichen Museum befinden sich Scheunen und Hütten aus verschiedenen Dörfern in Frostviken. Zu sehen sind viele Gegenstände, noch aus der Zeit als die ersten Bauern um 1750 hierherkamen.

Die Wildnisstrasse über das Stekenjokk
Für viele Besucher Schwedens schönste Bergstrasse. Fünfhundert Kilometer Naturerlebnis von Strömsund nach Wilhelmina mit dem Höhepunkt auf dem Stekenjokk, wo im Sommer noch Schneeflecken links und rechts der Strasse zu sehen sind und Rentiere weiden. Das Stekenjokk ist eine weit gestreckte Hochebene mit einigen sehr schönen und leicht zu ersteigenden Berggipfeln mit herrlicher Fernsicht. Schöne Wanderwege durchziehen das Gelände. Ab Ankarede/Stora Blåsjön steigt die Strasse merkbar an. Viele Rentiere und Schneehühner. Die Strasse ist von 15. Juni bis 15. Oktober offen. Durchgehend asphaltiert und keine Serpentinen. Auch für Wohnmobile und Wohnwagen problemlos zu befahren.

Wasserfälle:
Zwischen Gäddede und dem Stekenjokk gibt es gleich drei Wasserfälle zu sehen: Den Lejarfall in Ankarede, den Brakkåfall in Stora Blåsjön (am großen blauen See) und den Gaustafall, linkerhand der Strasse, beinahe schon auf dem Stekenjokk.



Copyright 2001 Anatole Nöstl